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ICH BIN NICHT GEGEN WINDKRAFT! ABER BAUT WOANDERS!

Vor fast genau 400 Jahren schrieb ein Spanier namens Miguel de Cervantes seinen weltbekannten Roman über Don Quijote. Über jemanden, der sich für einen Ritter hielt und als solcher unter anderem gegen Windmühlen kämpfte. Nun scheint es, als wenn wir Groß Niendorfer in letzter Zeit in Sachen Windkrafträder mit ähnlich unterhaltsamen Geschichten zerstreut werden sollen ...
Doch leider ist das Thema viel zu wichtig, um nur mit egoistisch gefärbten Stichpunkten dargestellt zu werden.
Aus diesem Grund bieten wir Ihnen heute eine Reihe von Fakten, die Sie möglichst umfassend und ohne einseitige Filterung informieren sollen. Wir möchten Sie nicht nur über den aktuellen Stand der Dinge aufklären, sondern auch über die anstehende alternative Möglichkeit, über die per Bürgerentscheid abgestimmt werden soll.
Wir denken, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Groß Niendorf anhand dieser Fakten erkennen wird, dass die höheren Windkrafträder durchaus einige positive Aspekte bieten, die unser schönes Dorf auch weiterhin lebenswert machen.

ICH BIN NICHT GEGEN WINDKRAFT! Aber baut woanders!

So nachvollziehbar dieser Wunsch auch sein mag - was wäre, wenn jeder so egoistisch dächte? So funktioniert Gemeinschaft nicht. Allerorts wird die Zustimmung zur Windkraft bekräftigt, doch niemand will die dafür benötigten Windkrafträder in seiner Nähe. Fakt ist: Wir brauchen Windenergie, um den kompletten Ausstieg aus der Atom-Energie erfolgreich zu vollziehen.
Hier nun Informationen, die ihnen die Entscheidung über den anstehenden Bürgerentscheid erleichtern sollen und die die von der LGN veröffentlichten Wurfzettel um weggelassene Fakten ergänzen:

Weniger Anlagen (zwei statt drei Windkrafträder)
Die Annahme, dass der momentane Vertrag über den Bau der drei Windkrafträder ungültig wäre, ist zur Zeit rein spekulativ.
Größerer Abstand zur Wohnbebauung
Über 1.000 Meter statt ~800 Meter. Durch diesen erhöhten Abstand und aufgrund des tiefer gelegenen Bauplatzes würden sie einem vom Dorf aus sogar kleiner erscheinen als die geplanten 150m-Anlagen. Der geforderte Abstand "10fache Anlagenhöhe" ist in Schleswig-Holstein nicht umzusetzen, da die Fläche für die Bebauung von Windkraftanlagen dadurch weit unter die erforderlichen 2% fallen würde.
Weniger Vogelschlag
Die beiden geplanten Anlagen hätten etwa 3.000 m² weniger Rotorfläche. Zudem erhöht sich der Abstand vom Boden bis zum Rotor um 7 Meter auf 45 Meter. Davon profitieren auch die Fledermäuse, da die durchschnittliche Flughöhe von Fledermäusen und Vögeln niedriger liegt.
Immissionsschutz und Infraschall
Die neuen Anlagen halten die Vorschriften auch nach der neuen, wesentlich konservativeren Schallberechnungsmethode ein. Die Lärmimmission im Dorf ist z.B. durch Verkehr auf der Bundesstraße deutlich höher. In vielen Wohnungen wird mehr Infraschall durch Klima- oder Heizanlagen erzeugt als durch die weit entfernten Windkrafträder.
Schattenschlag
Die Belastung durch Schattenschlag würde durch die neuen Anlagen nochmals verringert. Bei der Berechnung wurden zudem nicht einmal natürliche Sichthindernisse wie Bäume oder Hecken mit einbezogen.
Blinkende Nachtkennzeichnung
Die neuen Anlagen würden nur noch bedarfsgerecht blinken und nicht mehr durchgehend. Radartechnik schaltet die Beleuchtung nur dann ein, wenn sich ein Flugzeug nähert. Dadurch wird die Zeit des Blinkens in der Nacht um ca. 90 % reduziert – somit weitestgehend eliminiert.
Bürgersparen
Als weiteren Anreiz würde den Dorfbewohnern die Möglichkeit einer lukrativen Geldanlage geboten.
Optische Bedrängung
Ob sie sich durch zwei größere, aber weiter entfernte Windkrafträder "optisch bedrängt" fühlen würden, wie die LGN es nahelegt, kann nur jeder für sich entscheiden.

Ein wichtiger Punkt sollte an dieser Stelle noch einmal wiederholt werden:
Ein NEIN! zu den größeren Windkrafträdern macht den bereits gültigen Vertrag zum Bau von drei dauer-blinkenden Windkrafträdern in geringerer Entfernung zum Dorf nicht automatisch ungültig.
Die Behauptung der LGN, dass zwei der drei Anlagen nicht gebaut werden dürften, ist zur Zeit rein theoretisch. Die Bedingungen des Koalitionsvertrages der jetzigen Landesregierung können wahrscheinlich nicht komplett ohne Ausnahmeregelungen verwirklicht werden. Andernfalls wäre die festgelegte Quote von 2% bebaubare Fläche des Landes nicht umsetzbar.

WER AM LAUTESTEN NEIN SCHREIT, HAT NICHT AUTOMATISCH RECHT!

AKPV Allgemeine Kommunal Politische Vereinigung Groß Niendorf
AWGN Aktuelle Wählergemeinschaft Groß Niendorf
GNUW Absolut unabhängige Wählergemeinschaft Groß Niendorf

(aktuell bis 29.05.2018 - der Artikel wurde 1300 x aufgerufen)


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Rechtliche Hinweise

Die Webseite wurde von mir als Journalist im Jahr 2001 entworfen und online gestellt. Es bestand großer Bedarf an Informationen über den berühmten, im Dorf geborenen Maler Christian Rohlfs. Eine offizielle Webseite für Groß Niendorf war noch nicht in Sicht. Heute betrachtet die Gemeinde sie gern als offizielle Homepage des Dorfes. - Alle Fotos dienen nur Informationzwecken und werden nicht gewerblich genutzt.

Holger Bischoff


 

Unser Wappen

Wappen

Wappenbeschreibung

In Silber ein blauer Wellenbalken und Bauernhaus mit Pferdeköpfen, roter Mauer und Fachwerk. Darunter ein Birkhahn mit schwarzem Gefieder, silbernen Schwanzfedern und roter Kopfzeichnung.

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2017 erhielt Groß Niendorf eine eigene offizielle Flagge.

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