Segeberger Zeitung

Die Kamera muss wieder weg (23.09.2017)

Kreis und Datenschützer lehnen Überwachung am Dörpshus-Parkplatz in Groß Niendorf ab

Groß Niendorf (ger) - Nur wenige Wochen wird die Videokamera am Dörpshus gehangen haben, um den Vorplatz zu überwachen. Bürgermeister Claus Fahrenkrog muss sie wieder abbauen. Das haben ihm der Kreis und die Landesdatenschützer nahegelegt. Bürger hatten gegen die Überwachung des Parkplatzes, der auch am Wahllokal liegt, und gegen das eigenmächtige Vorgehen Fahrenkrogs protestiert.

Er hatte es so begründet: Mehrfach seien Autos der Erzieherinnen des Kindergartens, der im Dörpshus beheimatet ist, schwerwiegend beschädigt worden. Vorausgegangen war ein Zwist. "Einige Eltern wollten die Kita-Leitung weghaben", erklärte Fahrenkrog. Er lese die Speicherkarte der Kamera alle zehn Tage aus, lösche nach Durchsicht die Dateien.

Seit dem Aufbau der Kamera habe es keine Vorfälle mehr gegeben. Einige der Bedenken der Bürger teilen offenbar die Behörden. Landrat Jan Peter Schröder nutzte einen Besuch beim Amtsausschuss Leezen am Donnerstagabend, um gemeinsam mit der Leiterin der Kreiskommunalaufsicht Lina-Marie Meißner Bürgermeister Fahrenkrog in einem Nebenzinuner zu informieren.

"Es gibt die Empfehlung des Kreises, die Kamera wieder abzumontieren", sagte Fahrenkrog auf Anfrage der SZ. Er wolle die schriftliche Stellungnahme abwarten und danach die Kamera abnehmen. Es werde von den Behörden als Problem gesehen, wenn die Kamera öffentlichen Grund einfange, ohne dass eine gravierende Gefährdung vorliege.

"Es seien keine Menschenleben in Gefahr", sei ihm erklärt worden. Die drei, vier Vorfälle an den Autos reichten nicht aus. Außerdem hätte die Polizei die Kameraüberwachung für erforderlich halten müssen.

Nicht beschnitten würde dagegen das Wahlgeheimnis. Zwar würden Bürger gefilmt, wenn sie parken, um nebenan zum Wahllokal zu gehen. Eingefangen würde aber nur der Vorplatz, nicht das Wahllokal selbst oder gar die Wahlkabine.

Fahrenkrog will die Hinweise befolgen, nicht um die Kamera kämpfen. "Ich will kein großes Verfahren." Gewirkt habe die Überwachung aber, sagt er. Nicht nur die Vorfälle auf dem Parkplatz hätten aufgehört, auch der benachbarte Spielplatz sei zuletzt nicht mehr verschmutzt worden.

Foto (ger): Schilder weisen auf die Überwachung hin: Am Dörpshus hatte Bürgermeister Claus Fahrenkrog die Wildkamera installiert. Sie soll Randalierer erfassen - oder abschrecken.

Segeberger ZeitungArtikel und Foto am 23. September 2017, mit freundlicher Genehmigung der Segeberger Zeitung

(aktuell bis 23.09.2017 - der Artikel wurde 346 x aufgerufen)


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