Bauausschuss

Bau- und Wegeausschusses Groß Niendorf vom 20.11.2015 - Protokoll

Niederschrift über die öffentliche Sitzung des Bau- und Wegeausschusses der Gemeinde Groß Niendorf am 20. November 2015 im Dörpshus. Beginn: 19.30 Uhr- Ende:21.05 Uhr. Aufgrund der Einladung vom 06.11.2015 sind zu dem heutigen Termin erschienen: Mitglieder des Bau- und Wegeausschusses: Peter Ehlers (Vorsitzender), Herren Rüdiger Döll, Bernd Tensfeldt, Karl-Heinz Westphal; als Gäste: Bürgermeister Claus Fahrenkrog, Gemeindevertreterin Hilde Thaysen.

Tagesordnung:

1. Einwohnerfragestunde - Teil I –
2. Abrundungssatzung gem. § 34 BauGB
3. Einwohnerfragestunde - Teil II -

Der Vorsitzende begrüßt die Erschienenen und stellt fest, dass die Einladung form- und fristgerecht ergangen ist. Einwendungen bzw. Änderungswünsche zur Tagesordnung werden nicht geäußert, der Ausschuss ist beschlussfähig.

Zu TOP 1:
Es werden keine Fragen gestellt.

Zu TOP 2:
Die Gemeindevertretung hat in der Septembersitzung den Bau- und Wegeausschuss beauftragt, sich mit der Aufnahme weiterer bebaubarer Flächen im Rahmen der Abrundungssatzung zu befassen. Herr Ehlers erläutert, dass in der Gemeinde Groß Niendorf noch einige Baugrundstücke bzw. Bau-lücken vorhanden sind. Die jeweiligen Eigentümer wollen aber derzeit aus unterschiedlichen Interes-sen heraus kein Bauland abgeben. Die Kommune wiederum kann die in Frage kommenden Eigentü-mer nicht zwingen, zu verkaufen.

Herr Fahrenkrog bestätigt, dass bei ihm regelmäßig Anfragen nach Bauplätzen gestellt werden, die aber nicht erfüllt werden können.

Die Gemeinde Groß Niendorf muss ein großes Interesse daran haben, gerade für junge Bürger Bau-möglichkeiten zu schaffen. Ist das nicht möglich, wird abgesehen von einer Verschlechterung der Altersstruktur hierdurch auch eine Verringerung der Steuerkraft je Einwohner bewirkt. Aufgrund der vorliegenden Zahlen für 2016 hat jeder Einwohner unseres Ortes eine Steuerkraft von rund 577,-- €.

Verglichen mit den anderen Gemeinden des Amtes Leezen liegen wir damit an drittletzter Stelle. Eine Verbesserung der finanziellen Lage unserer Gemeinde ist langfristig nur zu erreichen, wenn wir – abhängig von unseren Einwohnern - vor allem höhere Anteile aus der Einkommensteuer erhalten. Leezen und Neversdorf stellen deswegen in neuen Baugebieten ausreichend Bauplätze zur Verfü-gung.

Da für unsere Gemeinde noch kein Flächennutzungs- bzw. Bebauungsplan besteht, gibt es im Rahmen der Abrundungssatzung nur geringe Möglichkeiten, in Abstimmung mit dem Kreisbauamt Bauland auszuweisen. Aufgrund des vorliegenden Antrages, die Abrundungssatzung um einen Bauplatz zu erweitern, hat der Kreis angeregt, evtl. in Frage kommende Grundstücke gleich mit in eine evtl. Änderung aufzunehmen. Welchen Umfang diese Erweiterung haben kann, muss mitein-ander besprochen werden.

Herr Ehlers händigt den Sitzungsteilnehmern die als Anlage a) und b) aufgeführten Unterlagen aus und macht dazu Ausführungen. Die Flächenvorschläge werden lebhaft diskutiert. Die Erschienenen sind sich darüber einig, dass der Christian Rohlfs-Platz (Fläche 2) mit seinen Sport- und Veranstal-tungsmöglichkeiten und der angrenzenden Lärmschutzfläche (Fläche 3) sowie der Reitplatz an der Aubrücke erhalten bleiben soll.

Inwieweit aufgrund der nur noch eingeschränkten Tierhaltung im Ortsbereich etwa noch gültige Immissionsschutzkreise zu beachten wären, ist zu klären.

Der Bürgermeister weist darauf hin, dass auch nach Genehmigung durch den Kreis im Rahmen einer Erweiterung der Abrundungssatzung nur Teilflächen für wenige Bauplätze ausgewiesen werden können.

Der Rahmen für die weitere bauliche Entwicklung unseres Ortes muss in Anlehnung an den Regional-plan mittelfristig durch F- und B-Plan vorgegeben werden. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten würde sich für die Schaffung einer zusammenhängenden Siedlungsfläche der Bereich um das Dörps-hus mit den Flächen 5, 6, 7 + 8 anbieten. Ausgenommen von einer Bebauung sollen die Flächen 2 + 3 sein.

Teile der Planungskosten können möglicherweise auf Dritte abgewälzt werden, wenn eine Entscheidung zum Bau von Windkrafträdern erfolgte.

Die ursprüngliche Abrundungssatzung wurde bisher erweitert um folgende Flächen bzw. Bereiche:
a) Flächen Rahlf – Baugebiet zum Raden;
b) Fläche Böttger – zwei Grundstücke, Musbarg;
c) Fläche Bruhn – Baugebiet Kampstraße;
d) Fläche Schacht – Grundstücke zum Raden/Osterkampsweg.

Herr Stolten stellte den Antrag, die Abrundungssatzung um die Fläche 4 zu erweitern. Hier soll ein Einfamilienhaus errichtet werden.

Eine mehrheitliche Beschlussempfehlung zur Erweiterung der Abrundungssatzung hinsichtlich des Grundstückes am Karpfenteich/Oberbeek (Fläche 4) kam nicht zustande.

Hierzu ist festzuhalten, dass die Gemeinde Regenwasser für den Bereich Oberbeek und Tönning-stedter Weg mit Wischhof und Am Ehrenhain über das Privatgrundstück des Antragstellers zu Fläche Nr.4 (in eine Leitung des Wasser- und Bodenverbandes) leitet, ohne dass dies durch eine Grund-dienstbarkeit gesichert ist.

Sollte eine komplette Umlegung der Leitungen über öffentliche Wege zum Regenrückhaltebecken an der Aubrücke erfolgen müssen, würden erhebliche Kosten für die Gemeinde entstehen. Die Dimen-sion der jetzt vorhandenen Leitungsquerschnitte ab Ecke Dorfstraße/Oldesloer Straße hat in der Vergangenheit mehrfach nicht ausgereicht, die Wassermengen der bisher angeschlossenen Straßen abzuleiten.

Bis ein rechtsgültiger Bebauungsplan für Groß Niendorf vorliegt, wird gewiss noch einige Zeit verge-hen. Die Zeit bis dahin muss kurzfristig durch ein ausreichendes Angebot von Bauplätzen überbrückt werden. Aus diesem Grunde liegt es nahe, eine Bebauung auf Flächen zu erlauben, die möglichst ohne aufwendige Erschließungsmaßnahmen bebaubar sind und in die künftige Flächenentwicklung des Dorfes passen.

Der Bau- und Wegeausschuss sieht dies vorrangig für die Fläche 6 als gegeben an. Die Fläche 10 würde dann folgen. Inwieweit diese Erweiterungsmöglichkeit für ca. 6 Bauplätze verwirklicht werden kann, muss nach Entscheidung durch die Gemeindevertretung mit dem Kreisbauamt abgestimmt werden.

Fazit:
1. Es wird dringend empfohlen, mit dem Eigentümer der Fläche 4 wegen der Oberflächenent-wässerung eine einvernehmliche Regelung durch eine Grunddienstbarkeit zu treffen.
2. Die Gemeindevertretung hat zu entscheiden, welche Flächen als Bauland ausgewiesen werden sollen. Danach müssen dafür umgehend eine Abklärung mit dem Kreis und eine Ergänzung der Abrundungssatzung erfolgen.
3. Für die weitere Entwicklung der Gemeinde ist es unumgänglich, dass nach entsprechenden Vorarbeiten mit Hilfe von fachlich kompetenten Stellen ein Bebauungsplan aufgestellt wird.

Zu TOP 3:
Es werden keine Fragen gestellt.

gez. Peter Ehlers (Vorsitzender)

(aktuell bis 22.11.2015 - der Artikel wurde 1697 x aufgerufen)


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Rechtliche Hinweise

Die Webseite wurde von mir als Journalist im Jahr 2001 entworfen und online gestellt. Es bestand großer Bedarf an Informationen über den berühmten, im Dorf geborenen Maler Christian Rohlfs. Eine offizielle Webseite für Groß Niendorf war noch nicht in Sicht. Heute betrachtet die Gemeinde sie gern als offizielle Homepage des Dorfes. - Alle Fotos dienen nur Informationzwecken und werden nicht gewerblich genutzt.

Holger Bischoff

 

Unser Wappen

Wappen

Wappenbeschreibung

In Silber ein blauer Wellenbalken und Bauernhaus mit Pferdeköpfen, roter Mauer und Fachwerk. Darunter ein Birkhahn mit schwarzem Gefieder, silbernen Schwanzfedern und roter Kopfzeichnung.

Flagge

2017 erhielt Groß Niendorf eine eigene offizielle Flagge.

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